Von Engelberg aus wird die nächste Etappe in Angriff genommen. Der Anstieg über den Benediktusweg zur Brunnihütte (1860 m.ü.M) via Flüematt und Ristis führt in die Bergwelt rund um das Hochtal von Engelberg mit Blick auf den Titlis. Die Brunnibahn ins Ristis erspart bei dieser anspruchsvollen Etappe eine Stunde Wanderzeit. Auf dem Kitzelpfad beim Herzlisee im Brunni werden müde Füsse erfrischt. Der Barfussweg ist eine Einzigartigkeit in den Bergen. Hier befinden sich auch ein Klettersteig, Feuerstellen und Verpflegungs-möglichkeiten. Wer den Aufstieg über 800 Höhenmeter abkürzen will, nimmt die Brunnibahn ins Ristis und/oder die Sesselbahn vom Ristis ins Brunni.

Weiter geht es auf dem Walenpfad zum Walegg. Spektakulär präsentiert sich sowohl der Weg nach und die Sicht vom Walegg. Der Blick über das Engelbergertal und hinunter auf den Bannalpsee ist einzigartig. Der Weg ist gut gesichert aber ausgesetzt. Am Weg Richtung Bannalp liegt die Alp Oberfeld, wo Pfauenziegen weiden - eine seltene ProSpecieRara-Rasse.

Es folgt der Abstieg zur Bannalp mit ihrer wildromantischer Hochgebirgskulisse, hügeligen Alpwiesen und einem blaugrünen Stausee, um den ein Wanderweg führt. Auch Picknickplätze fehlen nicht. Die Bannalp liegt oberhalb des Dorfes Oberrickenbach (900 m.ü.M.) und ist ein beliebter Ausgangspunkt für Bergwanderungen und -touren. Verschiedene Übernachtungs-möglichkeiten sind vorhanden (Anmeldung empfohlen).

Der Kanton Nidwalden ist der Seilbähnli-Kanton par excellence. Oberrickenbach ist dafür ein gutes Beispiel; allein zwei Bahnen führen auf die Bannalp, die Seilbahn nach Schmidsboden verkürzt den Weg auf den Haldigrat. Für den Weg von der Bannalp nach Oberrickenbach empfiehlt sich die Luftseilbahn Bannalp.

Der Halidgrat ist Wasserscheide zwischen Niederrickenbach und Oberrickenbach. Das Berggasthaus und der Lift wird an Wochenenden und/oder bei gutem Wetter betrieben (Anfragen lohnt sich. Bei guter Witterung kann Gleitschirmfliegern oder Deltaseglern beim Starten zugesehen werden. Mit Glück treffen Sie im Hochsommer auch Bergheuer bei der Arbeit.

Es folgt der Abstieg über Alpweiden zum Alpboden und zur Wallfahrtskapelle, zum Kloster Maria-Rickenbach und zum Gasthaus Pilgerhaus in Niederrickenbach Dorf.

Der Wallfahrtsort Maria-Rickenbach liegt auf 1200 m über Meer auf der Sonnenterrasse des Engelbergertals. Die erste Kapelle wurde 1593 erbaut. Durch die Legende des Marienbildes in einem Ahornbaum wurde Maria-Rickenbach schnell zu einem wichtigen Wallfahrtsort.

Das Innere der Kirche lebt vom Hochaltar mit dem Gnadenbild. Hier befindet sich die grösste Votivtafel-Sammlung der Schweiz. Viele Menschen haben hier seit dem 16. Jahrhundert Trost und Zuversicht gefunden.

Ein Besuch lohnt sich auch im Klosterladen. Verkauft werden eigene Produkte aus der Klosterkräuterei und der Klosterapotheke. Die offene Klosterweberei bietet Kurse und Führungen an.

Maria-Rickenbach ist Ausgangspunkt für den Geschichtenweg «Gschprächigi Bänkli», lauschige Spaziergänge sowie grossartige Wanderungen. Ganz besonders lohnt sich die Wanderung zur Alpkäserei und zum Beizli Musenalp. Diese Zweitagesetappe erfordert Trittsicherheit und kann nur bei gutem Bergwetter und im Sommerhalbjahr begangen werden.