Eine Stunde von Maria-Rickenbach entfernt, nach einem vorerst leichten, dann steileren Aufstieg, markiert die Bärenfalle den Übergang auf die Alpweiden der Klewenalp. Auf der Klewenalp bei der Bergstation (1593 m.ü.M.) warten ein Kinderspielplatz, ein Streichelzoo, «Murmelipark» und Tipi-Zeltlager. Ein Panorama-Rundwanderweg erschliesst die aussichtsreiche Landschaft. Es empfiehlt sich, die Luftseilbahn nach Beckenried zu nehmen, um die 1100 m Abstieg zu vermeiden. Falls in Beckenried übernachtet wird, bleibt Zeit für den Besuch der Ridlikapelle, die im Jahr 1701 aufgrund des Pilgerandrangs ein kleineres Gotteshaus ersetzte.

Von Beckenried verläuft der Wanderweg entlang des Vierwaldstättersees zur Rütenen und zur Risleten. Über der Risletenschlucht, wo sich die Kraft des Wassers mit Wasserfällen und geschliffenem Fels zeigt, offenbart sich die Aussicht auf die Landschaft um den Vierwaldstättersee. Es geht ostwärts und weiter ansteigend nach Seelisberg mit seinen ca. 700 Einwohnern. Dank der unvergleichlich schönen Landschaft wird Seelisberg auch die Sonnenterrasse über dem Vierwaldstättersee genannt. Mit der Pfarrkirche St. Michael, der Kapelle Maria Sonnenberg und etwas abseits des Dorfs dem Schlösschen Beroldingen verfügt Seelisberg über mehrere Sehenswürdigkeiten.

Nun besteht die Wahl via Rütli oder via Volligen zur Schiffstation Treib zu wandern. In Treib legen im Sommerhalbjahr neben den Motorschiffen auch historische Dampfschiffe an. Auf der kurzen Schifffahrt von Treib nach Brunnen lohnt sich ein Blick zurück auf den imposanten Schillerstein. Wer länger auf dem Schiff bleiben möchte, kann einen Umweg über den Urnersee nach Brunnen nehmen.

Der Auslandschweizerplatz in Brunnen steht für die Zugehörigkeit der heute 700'000 im Ausland lebenden Schweizerinnen und Schweizer. Der Platz wird deshalb oft als «Rütli der Fünften Schweiz» bezeichnet. Die Dorfkapelle von Brunnen, welche auch Bundeskapelle genannt wird, steht am Ort, wo 1315 der Bundesschwur erneuert worden sein soll. Die Bundeskapelle liegt in unmittelbarer Nähe der Schiff- und Busstation Brunnen.

Von Brunnen aus gelangt der Wanderer in 20 Minuten auf den Klosterhügel von Ingenbohl. Das Kloster Ingenbohl, welches seinen Ursprung 1855 in einem Bauerngut fand, besteht heute aus dem eigentlichen Kloster und der Klosterkirche mit Krypta. Mehrere Gebäude umgeben das Kloster: ein Pflegeheim für die Schwestern, ein Exerzitienhaus und das Haus Maria Theresia.

In der Krypta steht die Erinnerung an das Leben der seligen Mutter Maria Theresia im Zentrum. Am Pilgertag, dem 16. eines jeden Monats, findet in der Klosterkirche um 10.30 Uhr ein Pilgergottesdienst und um 14.30 Uhr ein Pilgergebet in der Krypta statt.

Wer die Treppe hoch in die Klosterkirche erklimmt und sich nach links dreht, steht vor den 14 Bronzetafeln des Kreuzwegs. Dank der dreidimensionalen Gestaltung der Tafeln, können sehbehinderte Personen den Kreuzweg ertasten. Das Hügelcafé ist bekannt für die hausgemachten Crèmeschnitten. Pilger übernachten preiswert im Haus Maria Theresia. Rund um das Kloster lohnt sich ein Besuch der verschiedenen Kapellen.