Die Strecke führt entlang des Zugersees nach Cham. Romantisch liegen hier das Schloss und die Kapelle St. Andreas im Villette-Park. Funde am Schlosshügel lassen vermuten, dass hier um 400 n.Chr., vielleicht auch schon früher, die Römer, die damals die Schweiz beherrschten, siedelten. An der Stelle der heutigen Kapelle stand schon in römischer Zeit eine Kultstätte.

Der Lorze folgend erreichen Sie Frauenthal mit dem Zisterzienserinnenkloster mit Klosterladen sowie den klösterlichen Obstplantagen.

Weiter geht es bis Mühlau an der Reuss, danach wahlweise an deren linkem oder rechtem Reussufer abwärts - vorbei an Naturschutzgebieten bis Rickenbach. Nun verläuft der Weg westwärts über Merenschwand nach Muri, wo die tausendjährige Klostergeschichte erlebbar wird. Eindrucksvolle Bauten repräsentieren das ehemalige Benediktinerkloster. Die Klosteranlage gehört zu den wichtigsten Kulturdenkmälern des Kantons Aargau.

Einzigartig ist die bald tausendjährige Verbundenheit mit dem Haus Habsburg, welches das ehemalige Benediktinerkloster 1027 gestiftet hat. Die romanischen Ursprünge sind in der geheimnisvollen Krypta noch deutlich zu sehen. Der Kirchenraum wurde um 1700 gänzlich umgestaltet:  Es entstand ein hochbarockes Oktogon mit Kuppel und üppiger Ausstattung sowie über 200 Fresken gestaltet von F. Giorgioli. Ein schweizweit einzigartiger, lichterfüllter Zentralraum!

Zu Kirche und Kreuzgang mit den berühmten Renaissance-Glasscheiben sowie den Aussenanlagen sind individuelle iGuide-Führungen mit einem iPad Mini möglich. Seit 2014 lädt das neue, modern gestaltete Museum dazu ein, die faszinierende Geschichte des einstmals einflussreichen Benediktinerklosters zu entdecken.

Nach Buttwil ersteigen wir den Lindenberg und erreichen über Hämikon-Berg und Müswangen schliesslich das Seetal. Nahe dem Baldeggersee liegt Hitzkirch mit seiner Deutschritter- Kommende.

Diese ist eines der ältesten und geschichtsträchtigsten Gebäude Hitzkirchs. Sie wurde um 1237 vom Kyburger Ritter Konrad von Tüffen gegründet. Nach ereignisreichen Jahrhunderten, nach dem Aussterben der letzten Ordensmitglieder, annektierte der Kanton Luzern im Jahr 1806 die Kommende. Als weitere Kulturdenkmäler gelten das Schloss Heidegg in Gelfingen, die Alte Schmitte und der Megalithturm in Richensee und die frühbarocke Pfarrkirche von Hitzkirch.

Zu einem weiteren Abstecher lockt das Kloster Baldegg. Dieses ist in weniger als zehn Minuten mit der Seetalbahn erreichbar. Das Kloster bietet Besucherinnen und Besuchern in der Klosterherberge Übernachtungsmöglichkeiten an. Die Baldegger Schwestern führen ein Klosterkafi und bieten Kurse an.

Sempach ist ideal für einen zusätzlichen Ausflugstag. Neben der schön erhaltenen Altstadt sollten Sie das neue Besuchszentrum der Vogelwarte Sempach besuchen. Eine interaktive Ausstellung begeistert Besucher für einheimische Vögel. Nutzen Sie die Gelegenheit und schauen Sie sich auch die ehemalige Pfarrkirche St. Martin etwas ausserhalb von Sempach an.

Von Hitzkirch aus geht es weiter über den Hügelzug Erlosen nach Beromünster. Die frühromanische Kirche des Chorherrenstifts St. Michael, das über 400 Jahre alte Chorgestühl mit Szenen aus dem Neuen Testament und die barocken Preziosen sind Perlen sakraler Kunst. Seit der Gründung vor über 1000 Jahren lebt dort eine Gemeinschaft von Chorherren die dem Weltklerus angehören. Seit 1217 bewohnt jeder Chorherr ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung in einem der Häuser. Diese Chorhöfe bilden zusammen mit der Stiftskirche ein architektonisches Ensemble von ausserordentlichem Rang.

Das Schlossmuseum beherbergt eine reichhaltige Sammlung, welche die Geschichte des Stiftes und des Fleckens Beromünster dokumentiert. Ursprünglich stand im Schloss die älteste Buchdruckerei der Schweiz, deren Geschichte bis ins 15. Jahrhundert zurückgeht. Die Waldkathedrale direkt beim malerischen Flecken Beromünster besticht durch ihre besondere Atmosphäre.
Für diesen Streckenabschnitt empfehlen sich zwei Wandertage mit Übernachtung in Muri.