Vom Bahnhof aus wandern wir durch die Altstadt, kommen nochmals an der Kathedrale vorbei und steigen dann ab zur Bernbrücke über die Saane. Diese Brücke war einst die einzige Verbindung von Fribourg Richtung Osten. Am anderen Ufer der Saane steigen wir der alten Stadtmauer entlang wieder steil auf in den Stadtteil Uebewil. Der Weg via Tafers bis vor St. Antoni ist dann sehr flach und führt an vielen Kapellen und Wegkreuzen vorbei.

Der Aufstieg nach St. Antoni erfolgt auf einem in Sandstein gemeisselten Weg. Oben angekommen haben wir von der katholischen Kirche aus einen schönen Blick zurück Richtung Tafers, also auf den Weg auf dem wir gekommen sind. Bis Heitenried bleiben wir jetzt auf dieser Höhe.

Gegen Ende der Etappe verlassen wir den zweisprachigen Kanton Freiburg und kommen in den Kanton Bern, und zwar durch die Querung des Sensegrabens. Damit überschreiten wir nicht nur eine Kantonsgrenze, sondern auch eine Sprach- und Kulturgrenze, im Volksmund auch «Röstigraben» genannt. Über die Sodbachbrücke überqueren wir die Sense.

Der Abstieg zur Sense und dann auch der Aufstieg nach Schwarzenburg ist ein historisch sehr interessantes Wegstück: ein aus dem Felsen gehauener Weg mit schöner Pflästerung - diese Sense-Querung war für die damaligen Strassenbauer topographisch sichtbar anspruchsvoll.

Nach dem Aufstieg sind wir nahe bei Schwarzenburg, dem Zentrum des eindrucksvollen Schwarzenburgerlandes, welches zu den schönsten voralpinen Landschaften der Schweiz gehört und den ländlichen Charakter weitgehend bewahrt hat.

Hinweis(e)

Der «Jerusalemweg / JERUSALEM WAY» ist ein Pilgerwegnetz, das Pilger aus Zentraleuropa nach Jerusalem führt. Jerusalem gehört zusammen mit Rom und Santiago de Compostela zu den 3 wichtigsten christlichen Pilgerdestinationen des Mittelalters. Dieser Weg beginnt beim Kap Finisterra am Westufer Europas und führt entweder durch Italien oder der Donau entlang durch den Balkan in die Türkei, und ab dort wieder auf einer gemeinsamen Route nach Jerusalem.

Siehe auch

Siehe auch www.jerusalemway.org/