Die heutige Etappe in der Zentralschweiz durch den Urkanton Uri ist geprägt durch beeindruckende Aussichten in den Talkessel von Schwyz und in die Schweizer Alpen, aber auch durch einen kontinuierlichen Aufstieg von rund 1'000 Höhenmeter zum Übergang Haggenegg bei den beiden Mythen. Dieser Übergang liegt auf 1'414 Meter über Meer und ist der höchste Punkt der Pilgerwege in der Schweiz, wenn wir den alpinen Jakobsweg Graubünden ausschliessen, der eine Verbindung vom Südtirol in die Zentralschweiz herstellt, und auch die Via Francigena die über den Grossen Sankt Bernhard die Schweiz Richtung Italien verlässt.

Wenn wir Brunnen und den Vierwaldstättersee verlassen, kommen wir bald am Kloster Ingenbohl vorbei, und queren kurz darauf bei Ibach den wilden Alpenfluss Muota, der hier im Talkessel allerdings ganz manierlich daher fliesst. Kurz darauf erreichen wir die Kantonshauptstadt Schwyz mit dem malerischen Ortszentrum. Am Kollegium Schwyz vorbei verlassen wir die Talsohle und beginnen am Weiler Ried vorbei den erwähnten, schweisstreibenden Aufstieg zum Haggenegg. Wir wandern meist in Wäldern, haben aber trotzdem immer wieder Gelegenheit, das Panorama hinter uns zu geniessen. Beim Bergrestaurant Haggenegg mit dem beeindruckenden Blick auf den gegenüber liegenden Haggenspitz angekommen haben wir uns eine Rast redlich verdient.

Der folgende Abstieg nach Alpthal am Bach «Alp» ist dann vergleichsweise wieder gemütlich. Ab Alpthal wandern wir in der Talsohle der «Alp» entlang am Benediktinerkloster Au vorbei zum Etappenort Einsiedeln mit seinem bekannten Kloster.

Hinweis(e)

Der «Jerusalemweg / JERUSALEM WAY» ist ein Pilgerwegnetz, das Pilger aus Zentraleuropa nach Jerusalem führt. Jerusalem gehört zusammen mit Rom und Santiago de Compostela zu den 3 wichtigsten christlichen Pilgerdestinationen des Mittelalters. Dieser Weg beginnt beim Kap Finisterra am Westufer Europas und führt entweder durch Italien oder der Donau entlang durch den Balkan in die Türkei, und ab dort wieder auf einer gemeinsamen Route nach Jerusalem.

Siehe auch

Siehe auch www.jerusalemway.org/