Passhöhe Grand-St-Bernard

Passhöhe Grand-St-Bernard

Diese Etappe führt uns auf den höchsten Punkt dieser Wanderung, dem Alpenpass Grosser St. Bernhard, von 1637 müM hinauf auf 2469 müM. Die Etappe ist zwar nur 12.4km lang, aber die rund 1000 Höhenmeter kummulierter Steigung und die immer dünner werdende Luft werden uns herausfordern. Dazu kommt, dass wir auf dieser Strecke erst am Ziel wieder auf eine Siedlung treffen werden, wir müssen also genug Nahrung und Getränke mitnehmen. Begleitet werden wir auf dieser Strecke von der jungen Dranse d´Entremont und der Hauptstrasse, die auf langen Abschnitten durch Galerien gegen Steinschlag und Schnee geschützt wird.
Staumauer des Lac des Toules

Staumauer des Lac des Toules

Wir werden im ersten Teil die Staumauer des «Lac des Toules» zuerst von unten sehen, dann neben ihr an Höhe gewinnen, und anschliessend gut 2 km dem Stausee entlangwandern. Wenn wir das obere Ende des Stausee erreicht haben, werden wir bald das Tunnelportal bei Bourg-St-Bernard sehen, in dem auf etwa 1900 müM die Strasse verschwindet, bei uns bleibt nur noch die Pass-Strasse, die allerdings viel weniger frequentiert ist.

Lac des Toules

Lac des Toules

Jetzt beginnt der Schlussaufstieg, auf alten Römer- und Säumerwegen, zuerst durch die Senke «Comba Marchanda», dann durch die «Combe des Morts» am Fusse des Mont Mort. Wenn wir diese beiden Aufstiege, z.T. auf felsigem Untergrund geschafft haben, sind wir bald am Ziel. Der Uebergang Grand-Saint-Bernard wird dominert vom grossen Hospiz der Augustiner Chorherren, dessen Ursprünge im Jahr 1125 erstmals bezeugt wurden. Die Passhöhe bildet auch gleichzeitig die Grenze zu Italien.

Tunnelportal bei Bourg St-Bernard

Tunnelportal bei Bourg St-Bernard

Hinweis(e)

Die «Via Francigena» ist einer der 3 christlichen Pilgerwege des Mittelalters, dessen Hauptachse von Canterbury in England nach Rom führt. Diese Dokumentation umfasst vorerst den Abschnitt von Pontarlier nahe der F/CH-Grenze) via Lausanne nach Rom. Auf dem Abschnitt von Orbe bis zum Pass «Grand Saint Bernard» werden wir gelegentlich auf Wegweiser «Via Fracigena» stossen, welche von dieser Dokumentation abweichen, aber beide Wege führen nach Rom.