Die Etappe bis St. Gallen führt uns süd-südwestlich vorwiegend durch ländliche Landschaft, abseits der grossen Verkehrsströme. In wellligem Gelände wandern wir so die ersten 14 Kilometer bis Wittenbach auf einer leicht steigenden Strecke, In diesem Abschnitt verlassen wir den Kanton Thurgau und kommen in den Kanton St. Gallen. Gespräche mit Einheimischen sind für Ostschweizer und Süddeutsche Pilger relativ problemlos, können aber aber für nördlichere Pilger etwas gewöhnungsbedürftig sein, die Dialekte in dieser Gegend sind doch recht markant.

Ab Wittenbach machen sich die Voralpen bemerkbar, denn wir steigen gute 200 Höhenmeter hinauf auf den Übergang bei Heiden, dem ersten Quartier an der Peripherie des Etappenortes St. Gallen. Die Etappe endet in St. Gallen im Stiftsbezirk, und dort im Klosterhof. Hier finden wir ein grosses Angebot von wertvollen Kulturgüter, zum Beispiel die barocke Kathedrale aus dem 18 Jh.

Hinweis(e)

Die «Via Francisca» wird auch als «Strasse der Kaiser», als «Route des Hl. Kolumban» oder als «Via Francisca del Lucomagno» bezeichnet. Sie führt von Konstanz über den Lukmanier und das Tessin bei Ponte Tresa an die Grenze zu Italien. Weiter führt sie durch die Lombardei bis sie in Pavia auf die Via Francigena trifft. Diese beiden Wege bilden somit eine direkte Verbindung nach Rom für Pilger aus dem Raum Bayern und der Ostschweiz. Die Via Francisca ermöglicht auch eine Verbindung südlich der Alpen westwärts nach Santiago über den Col de Montgenèvre und Arles.

Siehe auch

Siehe auch: francigena-international.org