Die heutige Etappe geht vorwiegend bergab, hinunter ins Tessin. Unser Begleiter wird der «Brenner» sein, auf italienisch «Brenno del Lucmagno». Wer ein bisschen mit den lateinisch-basierenden Sprachen vertraut ist hört einen Unterschied, den harten Klang der Anglo-Germanischen Sprache im Vergleich eben zum Beispiel Italienisch - wie ein Gesang. Ob wir es wahr haben wollen oder nicht, es ist eine Sprachgrenze, aber eben auch eine Kulturgrenze. In der Schweiz kennt man diese Grenzen, und lebt mit ihnen Tag für Tag - eine gute Schule.

Zurück zu unserer Pilgerweg-Etappe: das Tal in dem uns der Brenno del Lucmagno begleitet heisst «Valle Santa Maria» und führt uns am Ende des Abstiegs zuerst durch die grössere Ortschaft Olivone und etwas später zum Etappenort Aquila. Beide bieten Unterkünfte an, Olivone etwas mehr, Aquila etwas weniger. Aber die Folgeetappe bis Biasca kommt dann eben auch noch .

Ein weiterer Aspekt wird nachhaltig sein: wir sind die letzten Tage in zunehmend alpinem Gelände gewandert, immer höher, immer kühler. Jetzt geht es rapid hinunter und wird wieder wärmer. Wir kommen zwar zuerst noch in den alpinen Teil des Tessin, aber eben schon viel tiefer, und von da aus geht es immer flacher hinaus in die italienische Po-Ebene - demnächst.

Hinweis(e)

Die «Via Francisca» wird auch als «Strasse der Kaiser», als «Route des Hl. Kolumban» oder als «Via Francisca del Lucomagno» bezeichnet. Sie führt von Konstanz über den Lukmanier und das Tessin bei Ponte Tresa an die Grenze zu Italien. Weiter führt sie durch die Lombardei bis sie in Pavia auf die Via Francigena trifft. Diese beiden Wege bilden somit eine direkte Verbindung nach Rom für Pilger aus dem Raum Bayern und der Ostschweiz. Die Via Francisca ermöglicht auch eine Verbindung südlich der Alpen westwärts nach Santiago über den Col de Montgenèvre und Arles.

Siehe auch

Siehe auch: francigena-international.org