Kirche in Triesen FL

Kirche in Triesen FL

Zum Schluss der Voretappe sind wir im Fürstentum Liechtenstein angekommen, und heute werden wir es schon wieder verlassen - kein Wunder dass man dieses freundnachbarliche Land in der Gegend liebevoll auch als «Ländle» bezeichnet. Wir verlassen Schaan Richtung Rhein und folgen diesem dann südwärts, aber heute entlang dem östlichen Ufer, und heute auch mal zu Beginn direkt am Wasser. Wir lassen dabei die Hauptstadt Vaduz mit dem Sitz des Fürsten links liegen, und auch Triesen liegt linkerhand unseres Weges.
Via Francisca vor Balzers FL

Via Francisca vor Balzers FL

So nähern wir uns der engsten Stelle des sonst recht breiten Rhein-Tales, verlassen die Ufer-Region und beginnen den Aufstieg durch Balzers hinauf zum Übergang St. Luzisteig, einst die Hauptachse des Nord-Süd-Weges. Ausgangs Balzers verlassen wir das «Ländle» und kommen wieder auf Schweizer Boden, jetzt im Kanton Graubünden. Zwischen uns und dem Rhein liegt dabei der Fläscher Berg.

alte Römerstrasse FL

alte Römerstrasse FL

Auf dem Pass angekommen werden wir feststellen, dass auch das Militär diese Engpass-Situation zwischen dem Gonzen und dem Falknis genutzt hat für Festungsbauten und andere militärische Anlagen.

Danach steigen wir durch Rebberge ab zum Etappenort Maienfeld, heute bekannt für gute Weine. Dies gilt übrigens auch für die folgenden Ortschaften, welche diese tiefste und sonnenexponierte Ecke des Bündnerlandes auf der Alpen-Nordseite zum Weinbau nutzen. Wer ebenfalls zur guten Qualität beiträgt ist der Föhn, der bis spät in den Herbst immer wieder für wolkenfreien Himmel und warme Luft sorgt. Er wird deshalb hier auch als «Wein-Kocher» bezeichnet.

Aufstieg zum Luziensteig (mit Falknishorn)

Aufstieg zum Luziensteig (mit Falknishorn)

Hinweis(e)

Die «Via Francisca» wird auch als «Strasse der Kaiser», als «Route des Hl. Kolumban» oder als «Via Francisca del Lucomagno» bezeichnet. Sie führt von Konstanz über den Lukmanier und das Tessin bei Ponte Tresa an die Grenze zu Italien. Weiter führt sie durch die Lombardei bis sie in Pavia auf die Via Francigena trifft. Diese beiden Wege bilden somit eine direkte Verbindung nach Rom für Pilger aus dem Raum Bayern und der Ostschweiz. Die Via Francisca ermöglicht auch eine Verbindung südlich der Alpen westwärts nach Santiago über den Col de Montgenèvre und Arles.

Siehe auch

Siehe auch: francigena-international.org