Klaus von Flüe (1417 bis 1487) hat 1446 geheiratet und ein Haus gebaut. Mit seiner Frau Dorothe hatte er 10 Kinder. 1467 hat er die Familiengemeinschaft verlassen und ist in die nur einige Minuten entfernte Einsiedelei gezogen, ohne den Kontakt mit seinen Angehörigen völlig abzubrechen. 1669 ist er selig und 1947 durch Papst Pius XII heilig gesprochen worden. Als eine Ausnahme unter den Helden der Schweizergeschichte sind sein Leben und sein Wirken als Staatsmann, besonders als Vermittler in eidgenössischen Streitigkeiten historisch gut dokumentiert.
Aus heutiger Sicht scheint das Haus für eine 12-köpfige Familie bescheiden. Es lädt jedoch dazu ein, über die Lebensverhältnisse der einfachen Bevölkerung zur Zeit von Bruder Klaus nachzudenken, welche damals mehrheitlich in einräumigen Behausungen zusammen mit dem Kleinvieh lebte, vergleichbar mit heutigen kleinen Alphütten.
Heute stehen in der Schweiz einer Person durchschnittlich 45 m2 Wohnfläche zur Verfügung. Allein in den letzten 25 Jahren hat sich diese Zahl um ungefähr einen Drittel erhöht. Noch Mitte des letzen Jahrhunderts war es keineswegs aussergewöhnlich, dass eine fünfköpfige Familie in einer Dreizimmerwohnung mit vielleicht 80 m2 lebte. Wie gross hätte das Haus von Bruder Klaus sein müssen, um heutigen Ansprüchen zu genügen?

Ausgangspunkt:
Direkt auf dem Jakobsweg

Zeitbedarf:
½ Stunde

Infos:
Zur Person und ihrer Zeit: Meier, Pirmin: Ich Klaus von Flüe, Zürich 1997, ISBN 3-250-10309-8. Eine zwar umfangreiche (558 Seiten) aber sehr spannende Lektüre zu sehr vielen Facetten unseres Nationalheiligen.
Wohnhaus Bruder Klaus (mit Öffnungszeiten): www.sachseln.ch/de/vereine/sehenswuerdigkeiten
Museum Bruder Klaus in Sachseln:
www.museumbruderklaus.ch

Öffentlicher Verkehr:
Das Wohnhaus liegt direkt auf dem Jakobsweg
Bahnhof Sachseln mit Postautoanschluss nach Flüeli-Ranft.

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