Aus dem Tagebuch des Pilgers James

Heute brechen wir etwas später auf. Mühselig klaube ich meine Brocken Französisch hervor. Glücklicherweise sind die „Fribourger“ noch zweisprachig und hilfsbereit. Ich verzichte darauf, den Turm der grossen Kathedrale mit meinen beiden Weggefährten zu besteigen. Stattdessen fahre ich mit dem Abwasser-Bähnchen in die Unterstadt an die Saane und finde in einem ruhigen Winkel das kleine Kloster Maigrauge. Die Schwestern heissen mich aufs herzlichste Willkommen und gewähren mir im restaurierten Gästehaus ein feudales Zimmer. Im Speisezimmer treffe ich auf andere Reisende – ein junger Mann auf Fahrrad-Tour, eine junge Studentin, die hier Ruhe sucht für ihre Diplomarbeit, ein Priester aus Österreich, der hier seine Ferien verbringt. 

Zum Nachdenken auf den Weg

Auf dem „Place Petit Jean“ stehe ich beim St. Annabrunnen, der geschmückt ist mit musizierenden Engeln in Gemeinschaft mit dem heiligen Jakobus“.

Seit ich weiss, dass ich diesen Weg gehen will, 
ist soviel Freude und Gewissheit in mir - 
wie ein Stern leuchtet der Gedanke in mein Leben hinein
und führt mich zu Menschen, die mit mir gehen- 
nie habe ich geahnt, was es heisst ein Pilger zu werden
auf dem Weg der Sterne und Seelen - 
was werde ich erst auf dem Weg erfahren!
Wolfgang Hesse

 

Perlen am Weg

Matran
Romont