Aus dem Tagebuch des Pilgers James

Vor mir breitet sich jener Höhenzug aus, den ich überwinden muss, um an die Gestaden des Genfersees zu gelangen. Doch der Aufstieg ist regelmässig und eher sanft. Als nunmehr erfahrener Pilger ist dies eine „Sonntagswanderung“ auf meinem Pilgerweg quer durch die Schweiz.
Chalet-à-Gobet belohnt mich mit traumhafter Aussicht auf den Lac Léman und die französischen Alpen. Und ich erlaube mir den Luxus, einen Bus nach Lausanne zu besteigen. Ich kann mich kaum satt sehen und begebe mich zur Kathedrale, um einen weiteren, imposanten Blick auf die Stadt und den See zu werfen. Noch drei Etappen, und ich werde die Schweiz durchquert haben. Ob ich dann noch weiter gehe – über Frankreich nach Spanien bis Santiago de Compostela? Vielleicht sogar gemeinsam mit Fritz Huber? Wer weiss, ob sich Sarah Berger und weitere uns nicht auch anschliessen würden…

Zum Nachdenken auf den Weg

„Ich spreche mit Menschen am Weg und realisiere erst jetzt, dass ich eigentlich schon längst die nunmehr hörbare Sprachgrenze überschritten habe, Gibt es in der heutigen Zeit nicht immer noch alte aber auch neue Grenzen, die überschritten werden müssen – auch wenn wir von der Globalisierung sprechen?"

Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich
Afrikanisches Sprichwort

Es wird dir nichts Böses geschehen und dich wird nichts plagen. Du wirst dich nicht verletzen, deinen Fuss nicht an Steinen wundstossen, die im Wege liegen. Dein Gott wird dich beschützen mit den Flügeln seiner Engel. Unter ihre Flügel kannst du flüchten, wenn das Grauen der Nacht dich verfolgt, und unter seine Fittiche dich bergen, wenn die Pfeile des Tages dich jagen. Denn Gott hat seinen Engeln ans Herz gelegt, dass sie dich behüten, dich umgeben und nie mehr verlassen auf deinen Lebenswegen.
U. Seidel, nach Psalm 9