Aus dem Tagebuch des Pilgers James

 

Thorberg

Durch das Krauchtal führt uns unser Weg in die Bundeshauptstadt Bern. Statt meditierenden und betenden Mönchen finden sich im ehemaligen Kloster Thorberg nun Menschen, die eine Strafe abzusitzen haben. Ob sie gerne mit uns tauschen würden – trotz Blasen an den Füssen? „Manchmal sind auch wir gefangen“, sagt mein junger Weggefährte. „Darum habe ich mich für Ferien der anderen art entschieden und den Pilgerweg unter meine Füsse genommen.“ – „Um Freiheit zu demonstrieren?“ frage ich ironisch. „Nein, um sie zu leben und mich an jenen Dingen zu erfreuen, die im städtischen Getriebe und Berufsalltag nur zu gern verloren gehen.“ Adrian Brunner hat recht; warum sonst wäre ich, Pilger James, auf dem Jahrtausende alten Jakobsweg unterwegs?

Zum Nachdenken auf den Weg

"Die stolze Burg ehemaliger Herrschaften“ empfinde ich im krassen Gegensatz zum ehemaligen Siechenhaus am Rand der Stadt Burgdorf ".

Unablässig steigen die Engel, die Boten zwischen Gott und uns, treue Diener auf und nieder ...
Wir sollen wissen, dass wir in dieser Welt nicht verlassen sind, sollen, so Gott will, auch leiblichen Schutz durch sie haben. 
Die Engel nehmen unsere Gebete hinauf gegen den Himmel und bringen uns  die Botschaft, unser Gebet sei erhört. 
Martin Luther

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