Tagebuch des Pilgers James

Weg

Ein langer Weg vor mir

Der Übergang über das Hörnli erfordert wohl eine zusätzliche Anstrengung, wird aber belohnt mit einem grossartigen Ausblick auf die Ostschweiz, den Schwarzwald und den weiteren Verlauf des Pilgerweges. Stärker als bisher vernehme ich die leise Stimme, die zum Aufgeben auffordert. Und wirklich: Wer zwingt mich denn, zu pilgern? Niemand – ausser meinem Willen, der von einem seltsamen Bedürfnis nach Ruhe, einsamen Wanderungen, zufälligen Begegnungen mit Menschen, Tieren und der Natur genährt wird. Also doch! Ich raffe mich auf, versuche meine Blasen an den Füssen zu vergessen und labe mich stattdessen im Gasthaus mit einem einfachen, aber schmackhaften Mahl.

Zum Nachdenken 

Was ich unterwegs auf dem am Weg  besonders schätze,sind die "kleinen" Begegnungen die mich meine eigene Spititualität am Weg entdecken lassen. Dazu gehören beispiesweise markante Gesichtern, seltene Blumen, besondere Steine, blumenumrankte Fenster und Dorfbrunnen, manchmal aber auch fröhliche und besorgte Stimmen spielender Kinder, die mich eine eigene Spiritualität am Weg entdecken lassen.

Inmitten vieler ungelöster Fragen – Hunger und Durst nach Gerechtigkeit wach halten in der kraftvollen Gewissheit: mit Gott springe ich über Mauern. Halt inne, sei gesegnet jeden Tag neu.

Pierre Stutz

 

Perlen am Weg:  

Gibswil

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