Aus dem Tagebuch des Pilgers James

Appenzeller

Traditionen pflegen in Wertewandel

Einst wurde hier Luxusware erster Güte erschaffen – in mühseliger Handarbeit von flinken Frauen-, Männer- und Kinderhänden. Doch heute, im digitalen Zeitalter, stehen die alten Webstühle von Wattwil still. Und auch in St. Gallen-Kappel verweist lediglich die reich ausgeschmückte Barockkirche darauf, dass hier ein alter Pilger- und Handelsweg entlangführt. Wieviel Luxus braucht der Mensch? Was waren dem Pilger feine Stoffe und edle Stickereien wert? Was sind sie mir wert, der ich mich bewusst auf die einsame Wanderschaft auf Pilgerwegen begeben habe?

Zum Nachdenken auf den Weg

„Kurz bevor der Jakobsweg in Richtung Schmerikon oder Rapperswil verzweigt stehe ich schon wieder an einem tiefen Graben, dem Aabachtobel. Im Leben gilt es immer wieder Brücken zu schlagen und sich für eine Wegrichtung zu entscheiden. Situationen wenn Gräben sich auftun - auch Gräben zwischen Menschen und wenn gewählte Wege unser Schicksal bestimmen. Es ist wahrschein kein Zufall, dass ich diesmal auf eine Brücke und eine Kapelle stosse, die dem heiligen Jakobus geweiht ist“.

Ich will dir einen Engel schenken, ganz unsichtbar und leicht. Er möge deine Schritte lenken, soweit der helle Himmel reicht. 
Ch. Spilling

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