Aus dem Tagebuch des Pilgers James

Kirchlein Einigen

Kirchlein Einigen

Es ist der Stolz – und das täglich stärker werdende Gefühl, mit mir selber ins Reine zu kommen, Dinge wahrzunehmen, die ich allzu lange aus den Augen verloren habe. Das lässt mich weitergehen – zu Fuss, mal allein, mal inmitten einer Wandergruppe, aber stets als Pilger James. Ich staune wie „reich“ der linksufrige Weg ist - die schöne Spiezerbucht mit Schloss und Kirche in den  Weinbergen, in Einigen die tausend Jahre alte Kirche am See  und  in Amsoldingen – im Hinterland – die romanische St. Jakobskirche – ein Juwel! Ich trete ein und verstumme über die Macht dieses Raums. Im kühlen Kirchenschiffsitze ich mit meinem Pilgerfreund aus Ostdeutschland und lausche – auf die Stille. 

Zum Nachdenken 

 „Dem alten Pilgerweg zum Grab des heiligen Beatus bin ich gefolgt und komme an den Thunersee. Da fasse ich den Entschluss, wie die alten Pilger, mich über den See fahren zu lassen und werde auf dem Weg reich beschert“.

Immer noch gibt es Augenblicke, da spüren wir in uns den Anhauch von Ruhe und Gelassenheit. 
Komm zum Ort Deiner Ruhe, zum festen Grund, zum fliessenden Sein. 
Halte inne – nimm Dich ernst mit Deiner Fülle von Erfahrungen, gezeichnet von Lust und Schmerz. 
Werde ruhig, - lasse los in der befreienden Erinnerung in Ewigkeit geborgen zu sein.
Pierre Stutz

zurück