Ein im Jahre 2003 erstellter Kreuzweg mit 15 Stationen liegt auf dem Weg durch das Tobel zwischen der Ebene in Kreuzlingen und der Wallfahrtskirche Bernrain. Dieses Gotteshaus wurde 1388 als Wallfahrtskirche erbaut. Ab 1819 war es Pfarrkirche für Emmishofen, bis 1903 die Stefanskirche erbaut wurde.
Ziel der Wallfahrt ist das Wunderkreuz auf dem Tabernakel des Hochaltars. Es ist mit einer Legende verbunden, welche auf einem Gemälde im Kircheninnern festgehalten ist (gekürzt und in moderner Sprache): 1384 suchten drei Knaben Holz im Wald. Beim Kruzifix auf Bernrain griff einer der Drei dem Gekreuzigten an die Nase und sprach: „Herr, lass Dich schnäuzen, so küsse ich Dich umso lieber.“ Kaum gesagt, blieb seine Hand an der Nase des Erlösers kleben. Die anderen eilten in die Stadt. Die Mutter des Täters und viele andere Menschen zogen in einer Prozession an den Tatort und versprachen eine Wallfahrt nach Maria-Einsiedeln. Da wurde die Hand wieder frei.

Der Kreuzweg lädt ein zu einer Besinnung oder einer Wanderzeit im Schweigen.

Ausgangspunkt:    
Auf dem ausgeschilderten Jakobsweg (Schwabenweg) direkt nach der Unterquerung der Bahnlinie Kreuzlingen-Weinfelden.

Zeitbedarf:
Kein zusätzlicher Zeitbedarf, da direkt auf dem Schwabenweg (Jakobsweg)

Infos:
Broschüre „Kreuzweg nach Bernrain“, Pfarramt St. Stefan, Kreuzlingen-Emmishofen

Öffentlicher Verkehr:
Bahnhof Kreuzlingen (ca. 2 km, direkt auf dem Schwabenweg))
Haltestelle Kreuzlingen-Bernrain (man folgt etwa 600m dem Geleise Richtung Weinfelden auf der linken Seite).